Sag doch einfach Nein!


Keine Ahnung was mit mir los ist...

Ich möchte wieder lebensfroh sein, die Sonne genießen, die Natur und Tierwelt, zeitlos schlendern in belebten Straßen oder stillen Wäldern , die Welt und meine Mitmenschen lieben, mich um mich selbst kümmern, den Frühlingsduft einatmen, einen bunten frischen Salat zubereiten, in eine frische Wassermelone beißen und das ganze Glück der Erde spüren..

Und was mache ich stattdessen? 

Mich maßlos ärgern. 

Darüber das Kollegen dauerkrank sind. Dass meine Urlaubserholung innerhalb von einem (dem ersten) Arbeitstag flöten gegangen ist. Über das Gefühl dass ich die einzig Überlebende in dem Job bin und alles um mich herum einzubrechen droht, ich selbst aber - vor Pflichtbewusstsein or whatever - nicht schaffe es gleichzutun. 

Ich ärgere mich über mich selbst. 

Das ich mich vom Gejammere um mich herum niederreißen lasse, im nächsten Moment dann wieder Kraft sammle um positiv zu denken und kurz darauf dann wieder down bin. Ein ständiges Gefühlschaos zwischen dem was man mit seinem kurzen Leben gerne noch machen möchte und dem was real existiert.

Ich ärgere mich über mich selbst.

Weil ich dann nur unsinnigem Kram in mich futtere. Nicht mal Schokolade oder Chips oder all die klischeehaften Dinge die man dann eben so ißt. Vielmehr sind es lieblos zubereitete Lebensmittel. Hauptsache schnell und satt. Lustlos. Sinnlos.

Wo ist all die Lebensfreude hin, die mich auszeichnet? 

Mein Job und all die Verantwortung und Verpflichtungen zermürben mich und rauben mir wertvolle Kräfte die ich zum abnehmen brauche. Kann mir mal bitte jemand in den Hintern treten und mir sagen, das alles wieder gut wird? Das es an mir liegt wie ich meinen Tag gestalte? Das rumnölen nichts hilft, weil man eben nur dieses eine Leben hat?

Ich muss lernen Nein zu sagen. Ich glaube das würde schon helfen...

Kommentare:

  1. Nein sagen lernen....ist leider gar nicht immer so leicht, geht es mir doch grade ähnlich im Punkt "zermürben" und doch ist das immer noch die klitzekleine Stimme im Hintergund die mir sagt "Achte und liebe dich selber, essen würde dich grade nicht glücklicher machen!" Klappt manchmal,leider nicht immer ;)

    Jammern hilft, es befreit die Seele und macht frei zum weitermachen!

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  2. Jammern hilft nicht, aber es tut gut und deswegen ist es auch mal wichtig.

    Nach den Ferien falle ich auch immer in ein Loch und ich kenne es auch, sich krank zur Arbeit zu schleppen, nur um dann in den Freistunden genau die gleichen Kollegen zu vertreten die immer fehlen. Oder ich gehe krank in die Schule weil ja ein Schueler ein Referat haelt und das arme Kind dann weiter aufgeregt waere - und dann hat der Depp sein Referat nicht fertig und ich muss krank spontan Plan B ueberlegen. Diese Tage gibt es - und davon viel zu viele.

    Gerade die Zeit fuer ein gesundes Essen nehmen oder mein eigenes Bio-vegan Lunch in den Pausen tut mir dann gut. Vielleicht hilft es dir, wenn du dir abends doch noch die Zeit nimmst und dir etwas Gesundes, was aber auch satt macht, einpackst. Die Zeit ist es wert!

    Und vielleicht kannst du ab und zu "Nein" sagen und dann die Zeit fuer dich gut nutzen. Wenn ihr heute Gewitter habt, dann hau dich heute Abend in die Badewanne, wenn die Sonne scheint, dann esst doch im Freien - das tut gut. Und vegane Wuerstchen gehen schnell und sind auch noch recht gesund.

    Morgen wirds wieder besser: immerhin ist Mittwoch auch der frustrierendste Tag der Woche und donnerstags ist so gut wie Wochenende :o)

    Mein Spezialtipp: schwimmen, schwimmen, schwimmen!

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  3. Kopf hoch!! Alles wird wieder gut! Jeder hat mal einen Durchhänger! Schicke dir gaaanz viel Freude!!!
    LG Anna

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  4. Hey, lass dich nicht unterkriegen und schau mal:
    http://www.youtube.com/watch?v=OZguh-SVUMM

    Liebe Grüße
    Steffi

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  5. Nichts ist schwieriger als "einfach" nein zu sagen...
    ist auch grade ein großes Thema bei mir. Das ist ein langfristiges Projekt und leider nicht von heute auf Morgen zu lösen.

    Aber manchmal hilft es schon zu denken, dass du diesen Job nicht bis zur Pension machen musst. Wenn sie dich eine Zeit lang im Stich lassen, gut. Wenn das ein Dauerzustand wird... tschüss.
    Ich meine nicht, dass du zwingend kündigen musst, sondern nur, dass du dir vor Augen hältst, dass du *könntest*.

    Nicht unterkriegen lassen!

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  6. Es dauert lange und man braucht sehr viele negative Erfahrungen bis man Nein sagen kann, und selbst dann klappt es nicht immer. Man sollte sich lieber klar werden, warum man nicht nein sagen kann. Will man dieser Mensch bleiben, dann muss man dafür "leiden", aber fühlt sich nicht mehr schwach und ausgenutzt. Oft sagt man auch nicht Nein, weil man keine Symphatien verlieren will. Oft ist aber das Gegenteil der Fall: Wer Dich ausnutzt, hat Dich sowieso nicht gern, und wenn man Nein sagen lernt trennt man die Spreu vom Weizen, die falschen von den echten Freunden. Viele Grüße, Bärbel

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  7. Ich wünsch Dir viel Kraft und Licht für diese Zeit, die für Dich schwierig zu sein scheint.
    Das Foto mit der Brandung ist wunderschön!
    Liebe Grüße von Iris

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  8. Wow, was für liebe Rückmeldungen. Vielen Dank :) Naja, zwischenzeitlich haben sich die Wogen ein bisschen geglättet, ich habe mich wieder eingekriegt und weiß, dass auch schönere und entspanntere Zeiten wieder auf mich zukommen werden. Es ist halt einfach doof, wenn man ganz anders handelt wie man eigentlich denkt. Zuhause mache ich mir 1000 Gedanken über den Job, den Druck und die Verantwortung und bei der Arbeit spiel ich dann alles lächelnd runter *an die Stirn klatsch* Gerade der Kommentar von Dir Bärbel hat mich heute doch sehr zum nachdenken gebracht, da ist echt was dran.. hm..

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